Malin Hartelius

Sopran

 

Die in Schweden geborene Sopranistin Malin Hartelius studierte am Konservatorium in Wien und war Mitglied des Wiener Staatsopernstudios. In der Spielzeit 1990/91 gehörte sie dort dem festen Ensemble an. Seit 1991/92 ist sie dem Opernhaus Zürich verbunden, dessen Ensemble sie bis Sommer 2012 angehörte und wo sie u.a. in allen Mozart-Partien ihres Fachs und in einer Vielzahl von Rollen zu hören war, u.a. als Sophie (DER ROSENKAVALIER), Estrella (ALFONSO UND ESTRELLA), Adina (L’ELISIR D’AMORE), Leïla (LES PÊCHEURS DE PERLES), Eudoxie (LA JUIVE), Pamina (DIE ZAUBERFLÖTE),  Fiordiligi (COSÌ FAN TUTTE), Gräfin Almaviva (LE NOZZE DI FIGARO), Donna Elvira (DON GIOVANNI) sowie auch als Tatjana (EUGEN ONEGIN).

Nach ihrem Debüt als Elisa in IL RE PASTORE im Juli 2011 in Zürich wurde sie als eine der besten Mozart-Sängerinnen unserer Zeit bejubelt. Ihren internationalen Durchbruch feierte sie als Blondchen bei den Salzburger Festspielen unter dem Dirigat von Marc Minkowski und als Adina an der Oper Frankfurt. Ihre Zürcher Debüts als Contessa und Fiordiligi wurden international gewürdigt ebenso wie ihr Auftritt in Harnoncourts Realisierung von Schuberts selten gespielter Oper ALFONSO UND ESTRELLA ebenfalls in Zürich. Gastspiele führten Malin Hartelius u.a. auch an die Opernhäuser von Berlin, Wien, Paris, Hamburg und München ebenso wie zu den Festivals nach Aix-en-Provence, Ludwigsburg, Schwetzingen und zu den Salzburger Festspielen, wo sie 1992 debütierte und seither u. a. auch als Dircé (Cherubinis MÉDÉE), Adele, Rosina/LA FINTA SEMPLICE und jüngst in von Winters DAS LABYRINTH (Pamina) und als Fiordiligi zu erleben war.

umfassen ihr Debüt als Leila/LES PÊCHEURS DE PERLES in Zürich, ihre bejubelte Rückkehr an die Wiener Staatsoper als Elvira/DON GIOVANNI unter dem Dirigat von Franz Welser-Möst und Contessa/LE NOZZE DI FIGARO. Ebenfalls unter der Leitung von Welser-Möst wirkte sie in szenischen Produktionen aller drei Da Ponte Opern in Cleveland mit. In Zürich wurde sie zuletzt in einem Händel-Pasticcio mit dem Titel SALE und in RINALDO bejubelt ebenso wie als Fiordiligi bei einem Gastspiel der Züricher Oper in Winterthur.

Als gefragte Konzertsängerin arbeitet Malin Hartelius regelmäßig mit führenden Dirigenten wie Ivor Bolton, Riccardo Chailly, William Christie, Adam Fischer, Sir John Eliot Gardiner, Nikolaus Harnoncourt, Martin Haselböck, Mariss Jansons, Philippe Jordan und Franz Welser-Möst und mit bedeutenden Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem Concertgebouw Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig, Tonhalle-Orchester Zürich, der Accademia di Santa Cecilia, dem Philharmonia Orchestra, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem London Symphony Orchestra und dem Cleveland  Orchestra. Neben Oper und Konzert widmet sie sich auch dem Liedrepertoire. Ihren ersten Liederabend gab sie 1993 im Théâtre du Châtelet in Paris.

Als jüngste Konzerthöhepunkte können u.a. das Sopransolo in Mahlers 4. SYMPHONIE und Händels MESSIAS bei den Salzburger Festspielen, Brahms‘ EIN DEUTSCHES REQUIEM, Mozarts C-MOLL-MESSE und Haydns JAHRESZEITEN jeweils mit dem Cleveland Orchestra unter Welser-Möst, Haydns SCHÖPFUNG unter Adam Fischer sowie Beethovens IX. SYMPHONIE unter Chailly genannt werden. Ihr viel gelobtes Debüt als Vitellia in LA CLEMENZA DI TITO feierte sie auf dem Konzertpodium bei einer Europa-Tournee der Deutschen Kammerphilharmonie unter Langrée, unter dessen Leitung sie auch in Mozarts REQUIEM in Salzburg zu erleben war, wo sie auch unter Bolton bei der Mozartwoche gesungen hat. Die Saison 2014/15 startete mit einer bejubelten Produktion von Le Nozze di Figaro and der Oper in Göteborg. Weitere Auftritte u.a. von Beethovens 9. Symphonie in Luxembourg und Wien, Italienisches Liederbuch in Stockholm, Sieben Frühe Lieder von Alban Berg in Wien und Orfeo ed Euridice in Paris.

Das Schaffen der Künstlerin ist auch durch zahlreiche gefeierte Aufnahmen dokumentiert: So erschienen u.a. DVDs der erfolgreichen Zürcher Produktionen von Monteverdis IL RITORNO D’ULISSE IN PATRIA (ML: N. Harnoncourt), DER ROSENKAVALIER, HÄNSEL UND GRETEL,  COSI FAN TUTTE, DIE ZAUBERFLÖTE und LE NOZZE DI FIGARO (ML: F. Welser-Möst) und DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL (u.a. mit Klaus-Maria Brandauer),  ebenso wie von gefeierten Produktionen der Salzburger Festspiele wie IDOMENEO (ML: R. Norrington, Camerata Salzburg) und LA FINTA SEMPLICE (ML: M. Hofstetter, Camerata Salzburg), sowie auch Aufnahmen von Mozarts IL SOGNO DI SCIPIONE mit dem Freiburger Barockorchester, Bach Kantaten (ML: Gardiner, Monteverdi Choir), Haydns HARMONIENMESSE (ML: M. Jansons, Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks) und Mozarts C-MOLL MESSE (ML: I. Bolton, Mozarteumorchester Salzburg).

Malin Hartelius wurde im Januar 2010 in Stockholm vom schwedischen König mit dem Orden für Wissenschaft und Kunst „Litteris et Artibus“ ausgezeichnet.

Weiter Infos auf www.malinhartelius.com

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